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Magnum Caliber 44 und 50...

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Offline Kyrill

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Magnum Caliber 44 und 50...
« am: 01. September 2016, 14:42:57 »
Etwas Großes wird uns diesen Winter ereilen... Geplant ist die Garage aufzuräumen und die dort lagernden EPP Reste in mindestens zwei Groß-Schaumwaffeln zu verarbeiten.
Für mich geplant ist eine Magnum Cal. 50, in der Version wie mein Caliber 32, aber etwas imposanter. Die Rumpfschablone seht ihr im Bild davor liegt das Höhenleitwerk...
Spannweite wird ca 192 cm. (Oder ein wenig mehr) Die Wurzelrippe hat 550 mm Tiefe...
Baubeginn ist ab Mitte Oktober avisiert...

Dazu wird auf Sonderwunsch ein Caliber 40 entstehen in einer Spannweite von 140 cm. Wer den baut ist noch geheim  *popcorn*... Ich denke es wird hier berichtet...

Für die, die nicht wissen wie ein EPP Magnum Caliber XXX aussieht gibt's noch ein Bild extra... dies ist der Cal. 32 mit 112 cm Spannweite.

Aufbau Tipps (Abweichungen sind natürlich individuell möglich):
Ein Caliber XXX hat den seitlichen Rumpfshape von Martin Müllers Ur-Magnum nur ohne die charakteristischen Löcher im Heck. Als Mitteldecker mit großer Rumpfseitenfläche ist er Ideal für klassischen Kunstflug.
Die Fläche ist ein Naca 0007 bis 0010 je nach Wunsch und liegt parallel zur Rumpflängsachse. Der Schwerpunkt liegt bei 27-30% ab Vorderkante Wurzelrippe. Die Leitwerksteile sind Profil "ebene Platte".
Durch die relativ "kurze Nase" müssen alle zusätzlichen Einbauten der Technik möglichst vor den Schwerpunkt. Der Motor darf ruhig größer und schwerer ausfallen, weil das Gewicht braucht man sowiso...
Die Servos der Querruder kommen in die Fahrwerksbeine direkt parallel zur Fläche, möglichst vor, mindestens aber in den Schwerpunkt.
Die Querruderanlenkungen sind mit Kohlerohren als Schubstangen ausgeführt. Als Ruderhörner dienen bei mir alte Servohebel. Meine geliebten 3x3 Kohlerohre stecke ich durch das Mittelloch und versenke die Stäbe, ca. 20-30 cm lang,  schön plan in der Fläche. Das stabilisiert die Ruder und verteilt den Anlenkungsdruck bestens. Das Horn mit 2K den Rest mit UHU Por nass einkleben.
Die Querruder haben ca. 30 % Flächentiefe und reichen bis  auf 20mm an den Rumpf wie bei einem Shocky.
Auch das Höhenruder selbst ist größer als die Stabilisierungsfläche des HLW. Anstellwinkel des HLW ist ca 0,5 Grad.
Die Fläche bekommt oben und unten je 2 gegenüberliegende Holme aus eingeklebten cfk Vierkant oder Rundrohren. Ich bevorzuge 3x3 Vierkant, dann kann ich mit dem Drehmel und dem Fliesenaufsatz schön einfach die Nuten dafür fräsen. Einkleben dann mit satt UHU por nass und mit ein paar Nadeln fixieren bis zum nächsten Tag.
Der vordere Holm liegt im oder kurz vor dem Schwerpunkt der hintere kurz vor dem Querruder. Die Fahrwerksbeine überdecken beide Holme. So verhindern die Holme in der Fläche ein verdrehen der Fläche, weil die Fahrwerksbeine weit nach vorne ragen, wenn der Caliber am Boden parkt. Ohne diese Maßnahme verschränken die Flächen erheblich!
Man schneidet also 2 Seitenteile für den Rumpf. Diese werden innenseitig mit je einem CFK Rohr ober und unterhalb der Fläche oder sogar ganzflächig mit 240er Glas und Epoxy innen belegt/verstärkt. Dann werden zwei gleichlange, gleichschenklige Dreiecke hergestellt und man klebt einen dieser EPP Keile je oben und unten zwischen die Seitenwände, sie folgen der Rumpfform, sodass ein Kasten entsteht der nach hinten schmaler wird. Am besten am Rumpfrücken und vor der Haube etwas dickeres Material nehmen. Dann hat man später wenn alles zu ist, mehr Masse zum verrunden dieser Partien. Der Rücken wird richtig oval, die Cowling nur leicht verrundet. Mit ganz scharfer Cutterklinge immer der Länge nach rund "schnitzen", Stück für Stück, anschließend den Rest schmirgeln. Wer es vorne schmaler mag kann den vorderen Teil der Dreiecke auch wieder ein wenig schmaler schneiden...
Die Lufteintrittsöffnung unterhalb lasse ich immer offen únd platziere dort den Steller im Luftstrom. Dazu gibt es weiter hinten dann noch einen Luftaustritt im Rumpfboden. Das plant man am besten wenn noch eine Seite offen ist.
Während der Rumpf noch an einer Seite offen ist, werden senkrechte Stege zur Verkastung eingebracht.(Dabei die Luftführung beachten!) Zum Beispiel der Motorspant. Den verstärkt man am besten mit Sperrholz 3-6 mm je nach Größe sollten reichen. Sturz bleibt 0 Grad Zug ab Cal 32 Größe so 2 Grad nach rechts mit einbauen. Hier werkelt ja bereits ein Brushles der 32mm Klasse!
Die Fahrwerksbeine bekommen rechts und links cfk Rohre eingeklebt, die reichen bis oben in die Fläche und werden dort mit einem der Holme verharzt. Die Lage wird nach dem Herstellen der Fläche durch probieren ermittelt. Als Achse schiebe ich Stahldraht durch das Rad in dem ich ein Rohrstückchen aus Bowdenzugrohr o.ä. eingeklebt habe was rechts und links etwas heraussteht als Abstandshalter und winkle diesen rechts und links im Abstand der Rohrverstärkung nach oben und klebe den Draht von unten in die cfk Rohre. Wenn das Rad etwas klemmt kann man mit dem Cutter das Bowden-Achsrohr etwas kürzen bis es frei läuft.
Achtung: Je schwerer der Caliber desto mehr Verstärkung ist hier notwendig. Die Beine scheren bei seitlicher Belastung sonst relativ leicht ab. In die Radschuhe schneide ich Hohlräume für die maximal mögliche Rädergröße und klebe dann die seitlichen Wände an. Anschließend wieder stromlinienförmig verrunden wie beim Rumpf. Das Fahrwerk platziere ich so dass die gesamt Spannweite ca. gedrittelt wird.  Ich bevorzuge sogar 30/40/30 weil dann die Querruderanlenkung schon fast mittig der Querruder ankommt wenn die Servos an der Außenseite der Beine platziert sind.
Erheblich zur Stabilität trägt das Bekleben mit Folie bei. Bei einem Caliber 22 in der Urgröße mit 80 cm Spannweite nehme ich aus gewichtsgründen OraStick und grundiere die erforderlichen Stellen mit ScotchWeld 77 oder verdünntem UHU Por. Bei den größeren Calibern wo es nicht so auf Gewicht ankommt geht auch grundieren und dann DC-fix Folie aus dem Baumarkt.
Beklebt wird hauptsächlich die Flächenvorderkante. Sehr gut, falls man UHU-Por Scharniere für die Ruder baut, ist es die Folie auch hier mit über zu kleben. Solche Scharniere sind mir noch nie abgerissen.
Als Beispiel kann die Folierung des abgebildeten Caliber 32 in 112 cm Spannweite dienen.

Auf dem letzten Bild sieht man ungefähr die Lage der symetrischen Naca Fläche parallel zur Rumpfmittellinie die sich von der HLW Auflage zur gedachten Motorwelle befindet.

Wer sich über die ganzen Versteifungsmassnahmen bei einem EPP Flieger wundert kann ich nur sagen: Ab 2 Kilo Fluggewicht bricht auch EPP bei starker Belastung. Im Prinzip geht das ganze auch mit Styrodur o.ä. Ich habe das EPP als Industrieabfall bekommen und baue deswegen damit. Wenn es mal zu Ende geht werde ich es mit Styrodur versuchen.... Die Vorteile von EPP gegenüber Depron in der Halle (Maßstab 1:1, 240 bis 400 Gramm) sind vorhanden, aber nicht mehr bei einem vielfachen des Fluggewichtes (Als Beispiel mein Caliber 44 im Maßstab 1:2, 3200 Gramm flugfertig).

Alles Weitere findet man hier im Bauthread des Caliber 32 bei RCN: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/533560-Caliber-32-Ein-Magnum-Derivat?highlight=Caliber
« Letzte Änderung: 15. September 2016, 07:00:45 von Kyrill »
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Peter

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Antw:Magnum Caliber 50...
« Antwort #1 am: 01. September 2016, 17:26:17 »
Na,
Ich bin ja mal gespannt, wo der letzten Endes mit Gewicht und Leistung landen wird *popcorn*
Ich hab auch ein Flugzeug

Antw:Magnum Caliber 50...
« Antwort #2 am: 01. September 2016, 19:22:58 »
Dein wie vielter magnum ist das dann?
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Offline Kyrill

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Antw:Magnum Caliber 50...
« Antwort #3 am: 01. September 2016, 19:34:52 »
Der Dritte mit gepfeilten Acroflächen. 2 mit Rechteckflügeln die du kennst. Und den grossen 2 Achs. Also wird es Nummer 6 der Grossfamilie... Aber wahrscheinlich auch mein letztes Monster...
« Letzte Änderung: 01. September 2016, 20:04:22 von Kyrill »
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Peter

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Antw:Magnum Caliber 50...
« Antwort #4 am: 01. September 2016, 19:36:00 »
Na,
Ich bin ja mal gespannt, wo der letzten Endes mit Gewicht und Leistung landen wird *popcorn*


Ich muss unter 5 Kilo bleiben...
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Peter

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« Antwort #5 am: 11. September 2016, 11:03:00 »
Ein paar schöne Flüge mit dem Caliber 32 bei Sonnenuntergang motivieren jedenfalls... Auch wenn Handstarts und Plumpslandungen erforderlich waren wegen des hohen Grases.

Immer mal wieder in den ersten Beitrag zu diesem Thema sehen, da habe ich eine kurze Anleitung zum Aufbau geschrieben. Die ich bei Fragen noch fortsetzen kann.
« Letzte Änderung: 11. September 2016, 13:11:13 von Kyrill »
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Antw:Magnum Caliber 44 und 50...
« Antwort #6 am: 25. September 2016, 14:49:11 »
Zur Einstimmung mal ein Film von den beiden kleineren Calibern...

https://youtu.be/AO-7Ik1r7Zo
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Antw:Magnum Caliber 44 und 50...
« Antwort #7 am: 03. November 2016, 18:48:17 »
Nun ja der Grosse muss noch warten. Dafür habe ich mal eine neue Hallenrakete begonnen.
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« Antwort #8 am: 03. November 2016, 18:49:59 »
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« Antwort #9 am: 03. November 2016, 18:52:26 »
Heute habe ich hauptsächlich cfk holme mit por eingeklebt.
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Peter

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« Antwort #10 am: 03. November 2016, 21:36:52 »
Goil!!!! Schön hallenflug..... man man man
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Antw:Magnum Caliber 44 und 50...
« Antwort #11 am: 03. November 2016, 21:49:49 »
4S 600er sind geplant... Mal sehen wid das so schiebt...
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Peter

Antw:Magnum Caliber 44 und 50...
« Antwort #12 am: 03. November 2016, 21:58:24 »
Wie was 4s? 600mah?

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Antw:Magnum Caliber 44 und 50...
« Antwort #13 am: 03. November 2016, 22:26:32 »
Denke 2 2s in reihe sind ein versuch wert
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Peter

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« Antwort #14 am: 03. November 2016, 23:04:35 »
Aber..... wozu?????
Hast du nen 500kv motor?
Oder willst du 5 Zoll propeller in der halle fliegen?

Vlt wegen der schönen geräuschkulisse?
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